Sonntag, 28. Juni 2009

Himbeeren

Die Himbeere
Lateinisch Rubus idaeus.
Die Himbeere ist bereits seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt.
Im Mittelalter wurde sie vor allem in Klöstern kultiviert.
Bereits im Jahre 1601 hat Clusius zwischen roten und gelben Arten unterschieden.
Die Himbeere tritt als Waldpionier auf Kahlflächen auf und ist ein Nitratzeiger.
Sie bevorzugt halbschattige Lagen, z. B. Waldlichtungen oder Waldränder mit hoher Luftfeuchtigkeit und kühlen Sommertemperaturen. Himbeeren mögen keine Staunässe,
da sie empfindlich gegenüber Wurzelkrankheiten sind.
Grundsätzlich wird bei der Himbeere zwischen zwei Arten unterschieden:
Sommerhimbeeren und
Herbsthimbeeren (Remontierend).
Remontierende Sorten fruchten mehrmals jährlich, meist werden -aus betriebstechnischen Gründen - nach der Ernte alle Triebe abgeschnitten, was im Folgejahr zu Neutrieben und zu einer einmaligen Ernte im Herbst führt.
Bei Sommerhimbeeren werden die Neutriebe belassen und so eine Ernte Ende Juni bisAnfang August herbeigeführt.
Wichtige Himbeersorten sind:

Tulameen: sehr aromatische Sorte, groß, nach unten hin spitz zulaufend, Probleme mit Neutriebbildung, anfällig.

Glen Ample: früh, groß.

Himbotop: Herbsthimbeere, Schweizer Züchtung, groß, feste Früchte, sehr stark wachsend.

Autumn Bliss: Herbsthimbeere, Reife Anfang August, Anfällig für viröse Bröselfruchtigkeit, aromatisch, resistent gegen Wurzelkrankheiten.

Polka: Herbsthimbeere, aromatisch, groß, Reife Mitte August.

Schönemann: spät reifende deutsche Sorte mit länglichen, festen, etwas sauren Früchten.
Die Himbeere ist eine wegen ihrer Früchte beliebte Gartenpflanze.
Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Früchte werden häufig roh verzehrt
oder beispielsweise als Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft vielfältig in der Küche verwendet.

Himbeeren reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten.
Ein beliebtes Früchtchen und so gesund:
Beliebt ist auch Vanilleeis mit heißen Himbeeren, die außerhalb der Saison meist aus der Tiefkühltruhe stammen. Im Gegensatz zu einigen anderen „Beeren" behalten Himbeeren beim Backen ihr Aroma, weswegen sie sich gut für Käsekuchen eignen.
Aus den Blättern vor allem der Triebspitzen kann ein wohlschmeckender Tee aufgebrüht werden.
Himbeeren und deren Blätter wurden von amerikanischen Ureinwohnern traditionell als Heilmittel (Gelenkschmerzen, Bauchbeschwerden, Augenschmerzen) eingesetzt.
Die in Himbeeren enthaltenen Anthocyane und Ellagsäure werden neuerdings von Anbietern auch als potenzielle Wirkstoffe gegen Krebserkrankungen und "Freie(Sauerstoff)Radikale" propagiert; dafür sprechen Ergebnisse an Zellkulturen und Nagetieren, wie sie auch für andere sekundäre Pflanzenstoffe in großer Zahl erhoben wurden. Die Tatsache, dass synthetisch hergestellte Ellagsäure eine geringere Wirksamkeit zeigt, weist nach Ansicht einiger Autoren auf ein mögliches Zusammenspiel mit anderen Bestandteilen der Beeren hin. Trotz der quantitativ höchsten Konzentration unter allen Obst- und Gemüsesorten scheint die Ellagsäure-Menge alleine jedoch auch in Himbeeren zu gering zu sein, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Es liegen keinerlei positive Studienergebnisse an menschlichen Probanden oder Patienten vor; bisher wurde noch kein Präparat als Arzneimittel zugelassen oder auch nur die Zulassung beantragt (lediglich als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen).

In den USA wurde dennoch bereits ein einschlägiges Patent beantragt, das den Vermerk "Government Interests" (im Regierungsinteresse) trägt.
100 g Himbeeren enthalten:
kcal 34
kJoule 142
Wasser 84 g
Fett 0,3 g
Kalium 170 mg
Calcium 40 mg
Magnesium 30 mg
Vitamin C 25 mg
und deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen :

Kalium zu 9%
Calcium zu 5%
Magnesium zu 10%
an Vitamin C 33%

WDR Sendung über Himbeeren

Himbeeren bei http://himbeeren.com/