Freitag, 29. Mai 2009

Wiesen & Ackerkräuter

Die Akeleiblättrige Wiesenraute
Lateinisch: Thalictrum aquilegifolium, auch Amstelraute genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse.
Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreicht.
Die Laubblätter am Stängel sind zwei- bis dreifach gefiedert und enthalten einen gelben Farbstoff der zum Färben von Wolle genutzt wurde. Die Blätter ähneln denen der Akelei verblüffend.
Die blauen (violett) farbigen Blüten sind in einer kompakt erscheinenden rispigen Blütenstand. Die Staubblätter sind zahlreich in einer Kugel büschelig angeordnet. Diese sind auffallend gefärbt und haben die Funktion des Schauapparats übernommen. Dies ist einmalig in der heimischen Flora, ansonsten aber auch bei Myrthen, Eukalypten und afrikanischen Akazien. Die Pflanze bietet Pollen statt Nektar, sichert aber durch ihren Schauapparat die Bestäubung durch Insekten.
Blütezeit ist von Mai bis Juni.
Im deutschen Mittelgebirge kommt die Akeleiblättrige Wiesenraute selten vor und gehört deshalb auch zu den schonungsbedürftigen Pflanzen.
Volksheilkunde
Wurde früher als Heilkraut gegen Wechselfieber angewendet. Weitere Volksnamen dieser Pflanze sind Kaisertee, Brusttee und Lungenkraut.

Grundkurs Pflanzenbestimmung
Autor: Rita Lüder

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