Dienstag, 5. Mai 2009

Schwarzkümmel

der Echte Schwarzkümmel
Lateinisch: Nigella sativa, oft nur Schwarzkümmel genannt,
ist eine Pflanzenart der Familie der Hahnenfußgewächse.
Er ist also nicht mit Kümmel und Kreuzkümmel verwandt.

Bereits seit mehr als 2.000 Jahren wird Schwarzkümmel im Orient als pfefferartiges Gewürz und Medizin verwendet. Geschmacklich erinnert Schwarzkümmel leicht an Sesam mit einer leichten Kreuzkümmelnote. Auch heute noch streut man die schwarzen Samen, die im asiatischen Raum auch als "black onion seed" ("schwarzer Zwiebelsamen") bezeichnet werden, ähnlich wie Sesam auf Fladenbrot. Im deutschen Handel ist er oft unter der Panjabi-Bezeichnung Kalonji erhältlich.
Schwarzkümmelsamen
Schwarzkümmelöl

Reines Schwarzkümmelöl wird in der Naturheilkunde und vermehrt auch in der Schulmedizin als Heilmittel vor allem zur Linderung von Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), zur Regulierung des Immunsystems, gegen Asthma, in Begleitung von Chemotherapien zur Milderung der Nebenwirkungen, bei Verdauungsproblemen, Bluthochdruck sowie in der Tiermedizin verwendet.

In der indischen Heilkunde gilt es als bevorzugtes Mittel zu Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden. Es wird in Flaschen abgefüllt oder verkapselt. Die Kapseln lassen sich besser dosieren und sind länger haltbar.

Schwarzkümmelöl ist in Apotheken und Reformhäusern erhältlich.
Allerdings sind in europäischen Apotheken in der Regel nur Schwarzkümmelöle mit geringem Wirkstoffgehalt vorrätig (Mischöle).

Beste Qualität hat das kaltgepresste Öl aus ägyptischen Schwarzkümmelsamen, die im trocken-heißen Klima Oberägyptens auf sandigen Böden gereift sind (Al-Baraka-Qualität); und auch in Österreich, speziell im Marchfeld (Wittau, Niederösterreich), wird Schwarzkümmel erfolgreich angebaut, geerntet und daraus hochwertiges, kaltgepresstes Schwarzkümmelöl hergestellt.
Die Anbauflächen sind begrenzt.

Der Schwarzkümmel ist in Südeuropa, Westasien, Indien und Nordafrika beheimatet. Eine verwandte Art, der Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis), war auch ein Wildkraut auf den Feldern in Deutschland. Aufgrund der Flurbereinigung und Industrialisierung in der Landwirtschaft gehört er in einigen Bundesländern zur Liste der ausgestorbenen Pflanzen.
Schwarzkümmel: Wundermittel des Propheten

Mit dem Kümmel hat er also nur den Namen gemeinsam.
Vor allem in Backwaren wird Habbah albaraka, so der arabische Namen, wegen seines pfeffrigen Geschmacks genutzt. In den islamischen Überlieferungen des Hadith heißt es sogar, Mohammed habe den Schwarzkümmel als Mittel gegen alles außer dem Tod selbst gepriesen.

Genutzt wird der Schwarzkümmel in arabischen Ländern vor allem als Hausmedizin bei Fieber, Durchfallerkrankungen, Würmern, sowie Haut- und Lungenkrankheiten. Eine Studie der Charite hat eine gewisse antibakterielle, entzündungshemmende und antiallergische Wirkung nachgewiesen.

Heilkräuter