Donnerstag, 28. Mai 2009

Schmetterlinge im Mai..

Der Schwalbenschwanz

Gefährdung
Der Schwalbenschwanz gilt als gefährdet, auf Grund seiner Beweglichkeit ist aber nicht mit dem Aussterben der Art zu rechnen. Die Puppen müssen - an Stengeln angeheftet - den Winter überstehen. Es gibt leider nur noch wenige naturbelassene Stellen in unserer Landschaft, wo dies möglich ist.

Die Falter können - abgesehen von geschlossenen Waldgebieten - fast überall angetroffen werden, im südlichen Deutschland vereinzelt, im Norden sehr selten. Die Falter sammeln sich zu Balzzwecken besonders gerne an der Spitze grasiger Hügel. Man nennt dieses Verhalten "hill-topping" . Einige bekannte "hill-topping"-Stellen sind bei den Fundstellen weiter unten erwähnt. Kennen Sie vielleicht auch solche Stellen ?
Schwalbenschwanz
Der Name erklärt sich aus dem spitzen Fortsatz der Hinterflügel. Der sehr große Falter kann allenfalls mit dem Segelfalter verwechselt werden, der in Deutschland aber nur an ganz wenigen sehr warmen Stellen vorkommt (z.B. Kaiserstuhl). Auch die Unterseite und der Körper des Falters sind sehr schön gezeichnet.
Die Raupen des Schwalbenschwanz
fressen an verschiedenen Doldenblütlern. Besonders im August können die Raupen der 2.Generation am Kraut von Karotten und Dill auch im Garten angetroffen werden. Da sie nur einzeln auftreten, richten sie keinen spürbaren Schaden an und sollten unbedingt geschont werden.

Der Schwalbenschwanz hat als Puppe überwintert. Die im April/Mai schlüpfenden Falter leben einige Wochen. Ab Mitte Juli, vor allem aber im August fliegt die 2.Generation, in warmen Jahren gibt es in einigen Gegenden auch noch eine 3.Generation.

Ich bin immer wieder über die Vielfalt der Natur erstaunt. Sind doch wunderschöne Tiere diese Schmetterlinge. Auf der Insel Mainau im Bodensee findet der Schmetterlingsliebhaber im
sogenannten Schmetterlingshaus eine vielzahl lebender Falter, sehr schön zum anschauen.
Gerade zu ein schöner Ausflug bei schönem Wetter.