Sonntag, 24. Mai 2009

Hopfenklee

Der Hopfenklee
Lateinisch: Medicago lupulina, auch Hopfen-Luzerne oder Gelbklee genannt, gehört zur Gattung Schneckenklee.

Der Hopfenklee wird selten als Futterpflanze kultiviert und als Wildgemüse genutzt.
Der Hopfenklee kann seit der Bronzezeit in Süddeutschland nachgewiesen werden.

Der Hopfenklee ist ein Therophyt bzw. ein Hemikryptophyt mit langer spindelförmiger Wurzel und eine Pionierpflanze. Die Laubblätter sind wintergrün.
Die Blüten sind nektarführende Schmetterlingsblumen mit Explosionsmechanismus, dabei schnellen die Staubblätter beim ersten Insektenbesuch aus dem Schiffchen heraus und drücken sich dem Insekt an den Bauch.

Die Bestäubung erfolgt durch die Honigbiene und andere kleine Bienenarten und durch verschiedene Dipteren; nach dem Insektenbesuch ragt die Geschlechtssäule aus dem kleinen Schiffchen hervor; Selbstbestäubung ist möglich, führt aber zu geringerem Fruchtansatz.
Die Ausbreitung der Früchte (einsamige Nüsse) erfolgt durch das Wasser (Regenschwemmling) und durch den Menschen.
Vegetative Vermehrung geschieht durch Sprossverjüngung durch Adventivsprosse, die auch an den Wurzeln gebildet werden können.
Der Hopfenklee wird als Futterpflanze meist in Klee- und Grasmischungen kultiviert.