Freitag, 8. Mai 2009

Gänse-Fingerkraut

das Gänse-Fingerkraut
Lateinisch: Potentilla anserina, auch Gänsewiß, Grensel,
Silberkraut, Säulkraut oder Krampfkraut genannt, gehört zur Unterfamilie der Rosoideae in der Familie der Rosengewächse.
Das Gänse-Fingerkraut ist eine kriechende, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur etwa 15 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein bis zu 20 cm langes Rhizom aus. Aus den Blattachseln sprießen Ausläufer, die an den Knoten Blattrosetten tragen und Wurzeln treiben. Die gestielten Grundblätter sind 7- bis 21-zählig und unterbrochen gefiedert. Die Blättchen sind auf der Oberseite spärlich behaart, auf der Unterseite silbrig seidenhaarig. Die leuchtend gelben Blüten sind radiärsymmetrisch und zwittrig. Je Blüte entstehen zahlreiche einsamige Nüsschen, die sich bei der Reife vom kegeligen Blütenboden ablösen. Das Gänse-Fingerkraut blüht zwischen Mai und August.
Wissenschaftlich anerkannt ist inzwischen die innerliche Anwendung von Gänse-Fingerkraut zur unterstützenden Behandlung von unspezifischen Durchfallerkrankungen mit krampfartigen Beschwerden, anderen Bauch- und Unterleibsschmerzen mit Krämpfen und bei Menstruationsbeschwerden.
Gesammelt und getrocknet zu Heilzwecken verwendet werden die Blätter während der Blütezeit von Mai bis August. Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser und lässt den Aufguss 10-15 Minuten ziehen. Die Volksmedizin kennt auch das Kauen der Wurzel, z.B. bei Zahnfleischentzündung. Trockenextrakt aus Gänse-Fingerkraut ist heute in standardisierten Arzneien wie Dragées und Teemischungen in der Apotheke erhältlich.
Inhaltsstoffe und Wirkungen
Gänse-Fingerkraut enthält als therapeutisch wirksame Inhaltsstoffe vor allem Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide und Cholin. Es wirkt hauptsächlich zusammenziehend (adstringierend) und hat außerdem eine schmerzstillende und stopfende Wirkung.

Disclaimer: Immer zuerst den Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen, keine Selbstmedikation.