Samstag, 16. Mai 2009

Der Gefleckte Aronstab

Der Gefleckte Aronstab
Lateinisch : Arum maculatum, auch Ronenkraut oder Zehrwurz genannt,
ist eine Pflanzen-Art aus der Familie der Aronstabgewächse.
Der Gefleckte Aronstab ist eine mehrjährige krautige Pflanze,
die Wuchshöhen von 20 bis 40 cm erreicht.
Er ist ein Geophyt, der ein knolliges, walnussgroßes Rhizom als Überdauerungsorgan besitzt.
Die dunkelgrünen Laubblätter sind breit pfeilförmig, lang gestielt und 10 bis 20 cm lang.
Bei der Nominatform sind sie oft mit dunklen Flecken versehen (daher der Name).
Die reifen Beeren sind leuchtend rot. Blütezeit ist im April und Mai.

Im frischen Zustand ist er sehr giftig, durch Trocknen lässt sich die Giftigkeit ein wenig reduzieren.

Früher, in der Volksheilkunde wurde Aronstab bei Entzündungen des Magens und des Darmes mit Krämpfen, Brennen, Würgen und Auswurf blutigen Schleimes verwendet.
Meist wurde die Droge in Tropfenform ein paar Mal am Tag mit einem Glas warmen Wassers genommen, oder auch zum Gurgeln.
Da die Pflanze sehr giftig ist, muss von solch einer Verwendung abgeraten werden. !!!
Der Blütenstand des Gefleckten Aronstabs ist eine sogenannte Kesselfalle.
Die Pflanze verbreitet einen Aasgeruch, der kleine Insekten anlockt. Die Insekten rutschen vom glatten Hüllblatt ins Innere des Kessels. Sperrhaare verhindern ein Herauskriechen bis die Blüte bestäubt ist.
Zur Giftigkeit:

Die Giftigkeit des Gefeckten Aronstabes wird, ebenso wie die der anderen Aronstabgewächse, dem Vorhandensein von Calciumoxalat-Kristallen sowie löslichen Salzen der Oxalsäure zugeschrieben. Andererseits enthalten auch viele Pflanzen, die der Ernährung dienen, Salze der Oxalsäure (etwa Rhabarber oder Sauerampfer).

Insofern kann die Giftigkeit der Aronstabgewächse nicht ausschließlich auf die Oxalate zurückgeführt werden. In der Literatur werden oftmals auch Scharfstoffe als giftige Substanzen genannt, ohne diese jedoch näher zu charakterisieren. Frohne und Pfänder führen die Giftigkeit auf das Verhältnis von freier zu kristallin gebundener Oxalsäure zurück. In den grünen Früchten befinden sich bis zu 0,4% lösliche Oxalate, in den reifen Früchten bis zu 0,3%, ~~
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