Montag, 27. April 2009

Ludwig Uhland Preis

Adel stiftet – die Verleihung des Ludwig-Uhland-Preises
ein Aufsatz des Goethe Institutues zur Verleihung des Ludwig Uhland Preises:

„Nun muss sich alles, alles wenden", schreibt Ludwig Uhland in seinem Gedicht Frühlingsglaube.

Und passend zum Geburtstag des schwäbischen Dichters am 26. April blühen Büsche und Frühlingsblumen in ihrer ganzen Pracht – auch im Park um das Ludwigsburger Schloss. Die Residenz der württembergischen Könige und Herzöge aus dem 18. Jahrhundert dient als Kulisse für die Verleihung des Ludwig-Uhland-Preises am 26. April 2009. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis des Adelshauses Württemberg nimmt der Literaturforscher Hans-Ulrich Simon aus Stuttgart entgegen. Damit würdigt die Jury die Forschung des 65-Jährigen über den Schriftsteller Eduard Mörike und seine Editionsarbeit bei der historisch-kritischen Mörike-Ausgabe.

Einen Förderpreis im Wert von 5.000 Euro erhält der Schriftsteller Walle Sayer aus Horb am Neckar am Rande des Schwarzwalds. Sayers Werk sei beispielhaft für eine moderne ländliche Lyrik, lautete die Begründung der Jury.

Die von Carl Herzog von Württemberg gestifteten Auszeichnungen werden seit 1991 alle zwei Jahre verliehen. Geehrt werden Schriftsteller und Wissenschaftler, die die Kultur Württembergs thematisieren, über Ludwig Uhland forschen oder in Gedichten und Studien die Mundarten Süddeutschlands pflegen.

Der Namensgeber des Preises, Ludwig Uhland, wurde 1787 in Tübingen geboren und starb 1862 in der schwäbischen Universitätsstadt, in der auch die Dichter Eduard Mörike und Friedrich Hölderlin sowie der Schriftsteller Hermann Hesse eine Zeit lang lebten.

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