Dienstag, 28. April 2009

Das Leberblümchen

Leberblümchen Foto am Schöckl - Steiermark Österreich
Das Leberblümchen
Lateinisch: Hepatica nobilis,
gehört zur gleichnamigen Gattung (Hepatica) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse.

Früher galt das Leberblümchen als eine beliebte Blume im Bauerngarten.
Das Leberblümchen ist eine mehrjährige, überwinternd grüne, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 bis 25 cm erreicht. Die behaarten Stängel wachsen aufrecht. Die dreilappigen, lang gestielten Laubblätter werden erst nach der Blüte oder gegen Ende der Blütezeit ausgebildet.
Im Umriss erinnern sie an die menschliche Leber, worauf der deutsche Artname Bezug nimmt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün gefärbt; die Blattunterseite ist dagegen purpur-violett getönt.

Die ebenfalls langgestielten blau bis blauvioletten, endständigen Blüten mit sechs bis neun gleich gestalteten Blütenhüllblättern und weißen Staubgefäßen erreichen 15 bis 30 mm im Durchmesser.

Seltener sind Exemplare mit weißen oder purpurfarbenen Blüten. Sie sitzen beinahe den drei kelchartigen, grünen Hochblättern auf, auf welche die Schutzfunktion des fehlenden Kelches übergegangen ist (Involucrum).
Im Zentrum der Blüte befinden sich zahlreiche behaarte, länglich geformte, freie Fruchtblätter mit kopfigen Narben. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April, womit das Leberblümchen zu den im Frühling am frühesten blühenden Pflanzen gehört.

Bei Regenwetter und am Abend schließen sich die Blüten. Die häufige Öffnung erfolgt durch Wachstumsbewegungen der Blütenhüllblätter, wodurch diese sich täglich etwas verlängern und während der Gesamtblütezeit auf etwa das Doppelte der ursprünglichen Größe anwachsen.
Giftig?
Aufgrund des in der frischen Pflanze enthaltenen Protoanemonin kann das Leberblümchen als schwach giftig bezeichnet werden. Bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten entfaltet das Protoanemonin seine reizende Wirkung und kann zu Rötungen,
Juckreiz oder auch Blasenbildung führen.