Dienstag, 24. März 2009

Vogelmiere

Die Gewöhnliche Vogelmiere.
Lateinisch Stellaria media,
auch Vogel-Sternmiere oder Hühnerdarm genannt, ist eine Pflanzenart der Familie der Nelkengewächse.
Die Gewöhnliche Vogelmiere ist ein Kosmopolit, das heißt, dass sie weltweit verbreitet ist.
Ihre Anpassungsfähigkeit resultiert aus dem gewöhnlich polyploiden Chromosomensatz und zeigt sich auch im Formenreichtum der Sippe.
Das weit verbreitete „Unkraut" kann als Wildgemüse und Heilpflanze verwendet werden.
Das Wildkraut Vogelmiere wird von Gartenbesitzern trotz seiner schmerzlindernden Heilpflanzenqualitäten aufgrund seiner starken Vermehrung zu den Unkräutern gezählt.
Neben den Heilwirkungen besitzt diese Pflanze auch einen Wert als Nahrungs- beziehungsweise Genussmittel. Sie schmeckt nach jungem rohen Mais.
Bereits 50 Gramm Vogelmierensalat decken in etwa den Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen. Allerdings enthält die Pflanze Saponin und sollte daher nicht in zu großen Mengen verspeist werden.

Als Inhaltsstoffe sind Vitamine, Saponine, Flavonoide, Cumarine, Mineralien, Oxalsäure, Zink und ätherische Öle bekannt. In der Naturheilkunde findet es vielfältige Anwendung. So wird ein Extrakt der frischen Pflanze zur Behandlung von Rheumatismus und Gelenkschmerzen verwendet.
Als Tee ist es zur äußeren und inneren Anwendung im Gebrauch.

Die Vogelmiere hat weitaus mehr Nährstoffe als Kopfsalat und außerdem den Vorteil, dass sie fast das ganze Jahr über geerntet werden kann. Man findet die zart-saftigen Blättchen sogar unter der Schneedecke.
Vor allem im Frühjahr, wenn sich nach dem langen Winter Müdigkeit und Lustlosigkeit bemerkbar machen, und es Zeit ist, den Körper wieder in Schwung zu bringen und zu entschlacken, sollten so wunderbare Wildkräuter wie die Vogelmiere öfter auf dem Speisezettel stehen.

Neben ihrem allgemeinen Wert für die Gesundheit wirkt die Pflanze außerdem schmerzlindernd, tonisch, wundheilend, schleimlösend, verdauungsfördernd und harntreibend.

Sie eignet sich ausgezeichnet bei Indikationen wie Rheuma und Arthritis und äußerlich bei kleineren Verletzungen und anderen Hautproblemen.
Man findet die Vogelmiere verbreitet in lückigen Unkrautfluren, auf Äckern, in Gärten und Weinbergen, an Wegen, Schuttplätzen und an Ufern. Sie bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden, die auch im Schatten liegen können. Verbreitet ist sie von der Ebene bis ins Gebirge.
Die Vogelmiere ist ein ausgesprochener Stickstoffzeiger und eine Ordnungscharakterart nährstoffreicher Acker- und Garten-Beikrautfluren.

Heilkräuter - Vogelmiere

Henriettes Herbal


Rezept:
Frischkäse mit Vogelmiere - vom SWR - Grünzeug - Vogelmiere

Zutaten: 200g Bio-Frischkäse, nach Geschmack etwas frische Sahne, Kräutersalz, Pfeffer, Cayennepfeffer und eine Hand voll frisch geschnittene Vogelmiere.

Frischkäse mit den Gewürzen verrühren, Vogelmiere dazu geben. Eine Stunde ziehen lassen, nach Geschmack noch etwas frische Sahne unterrühren - und fertig. Das Lieblingsbrot damit bestreichen und noch 1 bis 2 Vogelmieren-Stängelchen als Dekoration drauf legen.