Montag, 2. März 2009

Gartenvögel : Der Gimpel oder Dompfaff

Der Gimpel oder Dompfaff.

Lebensraum:
Wälder, Parkanlagen, Gärten im Winter oft am Futterhaus.
Der Gimpel lebt im Nadelwald, überwiegend von Fichten-Schonungen, aber auch in lichten Mischwäldern mit wenig Nadelbäumen oder Unterholz. Er ist auch an den Rändern von Lichtungen, an Kahlschlägen sowie an Wegen und Schneisen zu finden. Der Gimpel sucht auch häufig Parkanlagen und Gärten auf. Hier müssen jedoch unbedingt Nadelbäume, insbesondere Fichten, vorhanden sein. Selten ist er auf Friedhöfen oder Biotopen, die mit Birken und dichtem Gebüsch bewachsen sind, zu finden. Auch im Frühjahr sucht er oft Obstplantagen oder Streuobstwiesen auf.
Jungvogel
Der Gimpel
Lateinisch Pyrrhula pyrrhula, auch Dompfaff oder Blutfink genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Finken. Er besiedelt Europa, Vorderasien, Ostasien einschließlich Kamtschatka und Japan sowie Sibirien. Seine Nahrung setzt sich aus halbreifen und reifen Samen von Wildkräutern und Knospen zusammen. Der Dompfaff ist hauptsächlicher Körnerfresser
( Samenfresser ), die er in den unterschiedlichsten Reifegraden frisst.
Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.
Gimpelweibchen
Früher stellte der Gimpel ein Symbol für Tölpelhaftigkeit, Ungeschicklichkeit und Dummheit dar.Die Bezeichnung Dompfaff resultiert daraus, dass die kompakte, behäbige Gestalt mit dem roten Gewand und der schwarzen Kappe von manchen Leuten mit einem Domherren assoziiert wurde. Weitere Namen lauten Blutfink, Rotgimpel, Rotfink, Rotvogel, Pollenbeißer (Knospenbeißer), Gücker und Goll. In Ostwestfalen wird der Blutfink Bleotfinken, im Bergischen Land Blautfink oder Blotfink und bei Erkelenz Blootvenk genannt.

Der Gimpel ist häufig als schmückendes Hintergrundmotiv auf alten Darstellungen des Garten Eden zu finden.
Meister von Hohenfurth -Christus am Ölberg, Detail,
Vogel auf dem Baum 1350 (Dompfaff)

In Otfried Preußlers Kinderbuch Der Räuber Hotzenplotz wird dieser vom bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann aus Wut in einen Gimpel verwandelt und in einen Käfig gesteckt.
Männchen
Das Gimpelmännchen hat eine rote Unterseite, hellgraue Oberseite, schwarze Kopfplatte, graue Flügelbinde. Beim Weibchen ist die Unterseite rötlichbraun, die Oberseite graubraun. Beide Geschlechter weißer Bürzel. Ein weit verbreiteter Finkenvogel von ruhigem Wesen, wenig scheu, im Sommer paarweise, im Winter in kleinen Trupps in Birken, Ahorn, Eschen Nahrung suchend.

Weibchen
Nest mit Gelege
schöne Woche wünscht das Sonnenblümchen