Sonntag, 15. März 2009

Frühblüher ..

Das Leberblümchen
Anemone hepatica oder Hepatica nobilis gehört zu den
Hahnenfußgewächse,Ranunculaceae und bevorzugt lichte,temperierte Laub- und Laubmischwälder und Kalkböden, es gehört zu den Frühblühern.
Ein Frühjahrsblüher,eigentlich einer der ersten nach dem
Schnee. Es wird an manchen Stellen bis ca. 25 cm hoch.Neue Blätter bilden sich erst nach der
Blüte, die alten haben den Winter überdauert

Das Leberblümchen blüht in den Monaten März und April, allerdings blüht die einzelne Pflanze jeweils nur etwa eine Woche. Die Bestäubung erfolgt durch diverse Insekten, z.B. Käfer, Schmetterlinge oder Schwebfliegen, für die das Leberblümchen einen wichtigen sehr frühen Pollenlieferanten darstellt. Es bildet kurze, dunkelbraune Rhizome von faseriger Struktur aus. Die Wurzeln können bis 50 cm tief wachsen. Das Leberblümchen vermehrt sich durch Samen und Ausläufer.
Das Leberblümchen ist eine mehrjährige, überwinternd grüne, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 bis 25 cm erreicht. Die behaarten Stängel wachsen aufrecht. Die dreilappigen, lang gestielten Laubblätter werden erst nach der Blüte oder gegen Ende der Blütezeit ausgebildet. Im Umriss erinnern sie an die menschliche Leber, worauf der deutsche Artname Bezug nimmt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün gefärbt; die Blattunterseite ist dagegen purpur-violett getönt.
Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Pflanzen gibt es kaum.
Das Leberblümchen ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Es darf weder gepflückt noch ausgegraben werden.
Das Leberblümchen als Arzneipflanze?
Volkstümlich wurde das Leberblümchen früher aufgrund der Signaturenlehre bei Gallen- oder Leberleiden eingesetzt. Verwendet wurden die Blätter (Hepatica triloba). In der Homöopathie wird es gegen Bronchitis und Lebererkrankungen eingesetzt. Eine Verwendung in der modernen Naturheilkunde oder in Fertigarzneimitteln ist kaum gegeben.

Aufgrund des in der frischen Pflanze enthaltenenen Protoanemonin kann das Leberblümchen als schwach giftig bezeichnet werden. Bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten entfaltet das Protoanemonin seine reizende Wirkung und kann zu Rötungen, Juckreiz oder auch Blasenbildung führen.

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