Sonntag, 22. März 2009

Frühblüher : Scharbockskraut

Das Scharbockskraut
Lateinisch: Ranunculus ficaria, auch Feigwurz oder Frühlingsscharbockskraut genannt,
ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Es ist ein Frühjahrsblüher.
Sein Name leitet sich von Scharbock (Skorbut) ab, da seine Vitamin-C-haltigen Blätter gegen diese Mangelerscheinung eingenommen wurden.

Natur-Lexikon

Das Scharbockskraut ist in großen Mengen genossen giftig,
da es Protoanemonin – einen cyclischen Kohlenwasserstoff – in den Blättern bildet.
Erst nachdem die ersten Blüten erschienen sind, bildet sich Protoanemonin in höheren Konzentrationen.
Faustregel für den Genuss der Pflanze ist daher:
Vor der ersten Blüte gegebenenfalls in Maßen,
nach Erscheinen der ersten Blüten nicht mehr genießen!
Traditionell behauptete Heilwirkung versus vermutete Giftigkeit

Giftigkeit?
In der Mehrheit der Kräuterbücher wird auf den hohen Vitamin-C-Gehalt der Pflanze hingewiesen.
Mehrere Autoren aus der Wildkräuterszene betonen ausdrücklich, dass sie das Scharbockskraut regelmäßig im Vorfrühjahr konsumieren. Es ist daher zu vermuten, dass die postulierte Giftigkeit durch Protoanemonin vor Erscheinen der gelben Blüten tatsächlich sehr gering oder völlig unbedeutend ist.
Für empfindliche Personen ist es jedoch ratsam, die Pflanze entweder ganz zu meiden
oder sich behutsam an die verträgliche Dosis heranzutasten.

Die Erfahrung zeigt, dass manche Personen die Pflanze als Nahrungsmittel intuitiv lieben und andere sie verabscheuen. Es ist ratsam, die Pflanze keinesfalls gegen den „Rat" des eigenen Körpers zu konsumieren.
Disclaimer : Immer zu erst dem Arzt oder Aüotheker zu Rate ziehen, keine Selbstmedikation.