Dienstag, 17. März 2009

Frühblüher : Die Schneerose

Schneerose
oder Christrose,
Lateinisch Helleborus niger, ist eine Pflanzenart der Gattung Nieswurz (Helleborus) in der Familie der Hahnenfußgewächse. Diese Art und ihre Sorten mit den auffallend großen, weißen Blüten ist vor allem durch frühe Blütezeit und auch durch die Verwendung als
Gartenzierpflanze bekannt.

Schneerose noch in sehr frühem Stadium mit geschlossenem
und nach unten gesenktem Blütenkelch.

Naturschutz und Gefährdung
Die Schneerose ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und nach der Roten Liste Deutschland als gefährdet (3) eingestuft. Gefährdungsfaktoren sind vor allem Ausgraben und Sammeln der Pflanze. In Österreich ist sie im Bereich der Westalpen und im Gebiet der böhmischen Masse gefährdet. In Oberösterreich gilt die Schneerose nach
Oberöstereichischen Natur Schutz Gesetz 2001 als teilweise geschützte Pflanze.

Namensherkunft
Das lateinische Artepipheton niger bezieht sich auf das schwarze Rhizom (Wurzel) dieser Pflanzenart. Der volkstümliche Name „Schneerose" bezieht sich auf die extrem frühe Blütezeit, „Christrose" hingegen auf die Tradition, sie so zu kultivieren, dass sich Blüten
schon zu Weihnachten entfalten können. Auch der Name Schwarze Nieswurz ist gebräuchlich und verweist auf die Verwendung als Niespulver wie auch auf das schwarze Rhizom.
In Österreich wird die Schneerose auch als Schneebleamal, Märzenkaibl und Krätzenblum bezeichnet.
Schneerosen blühend am Wilden Kaisergebirge
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Die Wurzel war früher als „Radix hellebori nigri" offizinell. Sie wurde als Herzmittel und harntreibendes Medikament genutzt. Allerdings wiesen bereits im 16. und 17. Jahrhundert Kräuterbücher auf die Giftigkeit
sowie auf die Gefahr einer Überdosierung dieser Pflanze hin:
Drei Tropfen machen rot, 10 Tropfen machen tot.
Das Pulver der Wurzel wurde früher als Niespulver verwendet.

Wissenswertes, giftig
Die Christrose (Helleborus niger) blüht meist erst ab Februar, auch wenn ihr Name anderes vermuten lässt. Oft wird sie deshalb auch Lenzrose oder Schneerose genannt.
Wild in den Kalkalpen blüht sie sogar erst etwa Anfang April.
Ausnahmen: Früh blühende Helleborus Sorten sind: "Weihnachtschristrosen".
Schneerose frühe Blüte im März
Sie ist in allen Teilen sehr stark giftig, auch noch getrocknet im Heu.
Der Pflanzensaft kann starke Hautreizungen verursachen, beim Schneiden
zum Beispiel für Blumensträuße daher am besten Handschuhe tragen.

Aberglauben - Volksglauben
Die Schneerose galt wegen ihrer Blüte zum Christfest als heilig.
Man schrieb ihr besondere Kräfte zu, etwa um böse Geister auszutreiben oder die Pest zu heilen. Schweinen wurden gegen die Schweinepest Blüten ins Ohr gesteckt.