Donnerstag, 26. März 2009

Frühblüher | Der Huflattich

Der Huflattich.
Lateinisch: Tussilago farfara, ist die einzige Pflanzenart der Gattung Tussilago
aus der Familie der Korbblütler.

Er gehört zu den ersten Frühjahrsblumen,
dessen Blüten vor der Entwicklung der Laubblätter erscheinen.
Er war die Heilpflanze des Jahres 1994.
Die langgestielten und grundständigen Laubblätter
erreichen etwa 10 bis 20 Zentimeter Breite.
Sie zeigen eine Zähnung und sind herz- bzw. hufförmig - daher auch der Name.

Aufgrund der weißfilzigen Blattunterseite ist das stark-nervige Adernetz nicht deutlich sichtbar.
Zeitig im Frühjahr erscheinen zunächst nur die gelben korbförmigen Blütenstände, die sich aus etwa 300 weiblichen Zungenblüten und 30 bis 40 männlichen Röhrenblüten zusammensetzen. Erst nach deren Verblühen folgen die Blätter.
Zur Blütezeit sind die Stängel lediglich mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern besetzt. Verblühte Stängel sind deutlich nickend.

Die Blätter, deren leicht bitterer Geschmack zusammenziehend wirkt, haben einen schwachen Geruch. Die Blüten duften schwach honigartig und schmecken ähnlich wie die Blätter, jedoch etwas süßer.

Der Huflattich treibt aus einem „Wurzelstock" mit kriechenden,
bis zu 2 m langen unterirdischen Wurzelausläufern.
Der Name der Gattung leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet tússis = Husten.
Das Suffix -ago steht für Ähnlichkeit oder von ágere = vertreiben.

Tussilagio farfara,
das Art-Epitheton fárfara ist ebenfalls lateinischen Ursprungs von fár, farina = Mehl,
férre = tragen. Damit wird auf die flaumige Behaarung Bezug genommen,
welche die Pflanze wie mehlig bestäubt aussehen lässt.

Inhaltsstoffe sind unter anderem Polysaccharide, Schleimstoffe, Sterole, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz (Tussis = Husten) und
wirkt schleimlösend.

Als arzneilich wirksamster Teil werden die Blätter verwendet.
Neuere Forschungen deuten jedoch auf unerwünschte
Nebenwirkungen (Krebsrisiko) durch enthaltene Pyrrolizidinalkaloide hin.
Deshalb sollte Huflattich nicht länger als 4-6 Wochen im Jahr eingenommen werden.
Die großen Blätter des Huflattichs sind unterseits weich behaart und werden daher von Naturfreunden auch als „Wanderers Klopapier" bezeichnet.

Disclaimer -
die uneingeschränkte Nutzung der Pflanze ist nicht mehr gegeben!
Immer zuerst den Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen. Immer zuerst informieren.
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