Donnerstag, 19. März 2009

Das Veilchen, Natur und Gedichte

Wie kleine violette Äuglein blinzeln die Veilchen im Frühling aus dem Gras.

In der Antike war das Veilchen sogar eine heilige Blume.
Es war dem Gott Pan geweiht und zu Ehren des Saturn wurden Veilchenkränze
auf dem Kopf getragen. Schon Hippokrates setzte das Veilchen für allerlei
Beschwerden eingesetzt, unter anderem gegen Sehstörungen,
Kopfschmerzen und Melancholie.

In der Naturheilkunde wird das Veilchen vorwiegend bei Beschwerden der Atemwege, bei Husten und Bronchitis eingesetzt.

Veilchen

Schlicht nur bist du stets gewesen,
unbedeutend oft und klein
dennoch nimmt dein liebes Wesen
jeden, jeden für dich ein.

Vom Glück

Still für sich,
und doch für mich
blüht das kleine Veilchen.
Bringt mir Freud
im Wintersleid
für ein ganzes Weilchen.

Rainer Maria Rilke
(1875-1926)