Mittwoch, 4. Februar 2009

Die Steckrübe

Die Steckrübe:
Hunger, Mangel und Entbehrung, Kriegsrübe,Trauma für viele.
Kohlrübenwinter 1916/17 als durch Kartoffelmissernten und Krieg Hungersnot über Deutschland zog.
Wer "Rübe" hört, ruempft gern die Nase. Bei den Älteren ist sie als Kriegsessen verpönt, von den Jüngeren wird sie kaum beachtet. Zu Unrecht.

Anspruchslos im Anbau, schnellwachsend und ertragreich hat diese Rübe wohl manche Familie vor dem Schlimmsten bewahrt: in Zeiten wo Schmalhans in den Küchen regierte, hatte die Steckrübe jeweils Konjunktur.
Dabei sind die Rüben wirklich besser als ihr Ruf.
Und jetzt hat die Steckrübe wieder ein völlig anderes Immage. Man beginnt in ihr wieder das gesunde und leckere Gemüse zu sehen, das sie tatsächlich ist, und sogar junge Sterneköche nehmen sich ihrer an.
Steckrüben
Lateinisch:Brassica napus, oder auch Kohlrüben genannt,sind eine zu den Kreuzblütlern gehörende Gemüseart. Die Pflanze gehört zur gleichen Spezies wie der Raps und ist auch mit Kohl und Senf eng verwandt.
Sternenköche?
Tatsächlich wie viele Berichte renomierter Gourmet Magazine es zeigen.
Gut so! es stimmt. wer das Gemüse heute entdeckt, wird es lieben.

Denn sie schmeckt angenehm süßlich-würzig, liefert Kalzium, Beta-Karotin, Vitamin C und Kalium und hat dabei kaum Kalorien. In Salzwasser gegart und dann mit Butter, Sahne und etwas Muskat zu seidigem Püree gestampft, schlägt die Wurzelknolle als Beilage jede Krokette. Steckrüben enthalten Zucker, vor allem Traubenzucker, Eiweiß, Fett, schwefelhaltige ätherische Öle, Mineralstoffe, Carotin, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, C sowie Nicotinsäureamid. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie sehr kalorienarm.
In der Küche werden nur die bis zu 1,5 kg schweren Wurzelknollen verwendet.
Zur Zubereitung werden Steckrüben in der Regel geschält, in dicke Stifte oder Würfel geschnitten, mit Fett und Flüssigkeit gedünstet und nach Rezept weiterverarbeitet. „ Steckrüben haben nämlich die wunderbare Eigenschaft, fast jeden Geschmack anzunehmen. Kocht man sie mit Sellerie, Kohlrabi oder Möhren, so entsteht jeweils das betreffende Gemüse. Macht man sie mit Gurken ein, schmecken sie wie diese. Kocht man sie mit Äpfeln, so bekommt man mit wenigen Äpfeln viel Apfelmus." Das sind aber nicht nur Hungersnotweisheiten sonder es stimmt. Sie ist Vielseitig die Steckrübe.
Als Steckrüben-Curry mit der Gewürzmischung Garam Masala, Knoblauch und Linsen
ein einzigarter Genuss, oder in Streifen geschnitten und frittiert kann man sie wie Pommes servieren. Das Ausprobieren lohnt sich in jedem Fall und es gibt eine vielzahl Rezepte.
Steckrüben-Curry

Zutaten

600 g Steckkrübe,
2 Möhren,
1Zwiebel,
1 Knoblauchzehe,
1 TL Sonnenblumenöl,
100 g rote Linsen,
1TL Garam Masala Gewürzmischung oder
1 TL Curry, 1 TL gemahlener Kurkuma,
1 Lorbeerblatt,
3/4 l Gemüsebrühe,
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Kohlrüben und Möhren schälen und würfeln.
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein schneiden
In einer beschichtete Pfanne Öl heiß werden lassen und die Zwiebel darin glasig dünsten.
Knoblauch, die Gewürzmischung oder den Curry und Kurkuma dazugeben und unter Rühren mitdünsten.
Gemüsewürfel und Lorbeerblatt hinzufügen.
Brühe angießen. Und Gemüse bei mittlerer Hitze 20 Minuten garen.
Linsen einstreuen.
Alles noch 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Steckrübenwürfel mit Orange, Pfeffer und Ingwer*

Für 4 Personen:
1 kg Steckrübenwürfel in Salzwasser bissfest garen, kalt abschrecken,
abtropfen lassen und in ein Weckglas füllen.
Mit dem Sparschäler die Schale 1 unbehandelten Orange dünn abschälen,
den Saft auspressen.
50 g Ingwer schälen, in dünne Scheiben schneiden.
Schale, Saft und Ingwer mit 200 ml Reisessig (aus dem Asia-Laden),
1 EL schwarzen Pfefferkörnern,
4 g Salz und 80 g braunem Zucker aufkochen und über das Gemüse gießen.
Das Glas verschließen,
auf etwas Zeitungspapier in einen Topf stellen,
2 Liter kochendes Wasser dazugießen und
im Ofen bei 110 Grad 90 Minuten garen.

*Rezept Stern