Dienstag, 6. Januar 2009

Pilze . . Steinpilze

Schwarzhütiger Steinpilz
Boletus aereus
Essbar

Der Bronze-Röhrling, auch Schwarzhütiger Steinpilz genannt, ist ein stattlicher Pilz aus der Verwandtschaft der Steinpilze. Mit ihm soll auf eine seltene und damit in ihrem Bestand gefährdete Pilzart aufmerksam gemacht werden. Der Fichten-Steinpilz (Boletus edulis) ist bei entsprechender Witterung in unseren Wäldern leicht zu finden, und er ist das Objekt der Begierde jedes Pilzsammlers. Einen Bronze-Röhrling zu entdecken, ist hingegen eine echte Glückssache! Er gehört zu den schönsten Überraschungen, die ein Pilzfreund auf seinen Streifzügen durch unsere Wälder erleben kann.

Der Bronze-Röhrling ist ein guter Speisepilz, sollte jedoch nicht gesammelt werden, da er sehr selten ist. Durch die Bundesartenschutzverordnung ist der Bronze-Röhrling neben anderen seltenen Pilzen daher unter besonderen Schutz gestellt. In der Roten Liste der gefährdeten Großpilze Deutschlands steht er in der Kategorie 2, ist also "stark gefährdet".

Der Bronze-Röhrling ist ein typischer Dickfußröhrling mit seinem bis zu 5 cm dicken und bis 15 cm hohen Stiel, der oft keulig bis bauchig ist. Die Stieloberfläche wird auf bräunlichem Grund von einem feinen, hell gefärbten Netz überzogen. Der Hut ist halbkugelig bis polsterförmig, meist dunkel- bis bronzebraun, manchmal fast schwarz und bis 25 cm breit. Damit ist dieser Pilz eine der imposantesten Erscheinungen im Pilzreich überhaupt. Unter dem Hut trägt der Pilz eine dicke Schicht von weißen, eng stehenden Röhren, an deren innerer Oberfläche zahlreiche Sporen heranwachsen. Während die Sporen reifen, verfärben sich die Röhren über cremefarben nach grüngelb, wodurch sich ein starker Kontrast zum dunkel gefärbten Hut ergibt. Die Sporen werden in die Luft ausgestreut und vom Wind weggeblasen. Mit etwas Glück landen sie auf einem frischen Waldboden, wo sie zu einem neuen Pilz auswachsen.

Anhängselröhrling / Gelber Bronzeröhrling
Boletus appendiculatus
Essbar

Vorkommen:In Laubwäldern unter Eichen und Buchen, auch in Parkanlagen auf Kalkböden, Sommer bis Herbst, Nicht häufig bis selten, wärmeliebend, schonenswert.
Fundort: Untersiggenthal, Ihfluh unter Eiche, Sommer 1999.

Beschreibung:
Hut: 6-18 (20) cm, hellbraun- kastanienbraun, jung halbkugelig, später polsterförmig. Oberfläche feinfilzig, später bisweilen auch felderig aufgerissen, Rand scharf, heruntergebogen und die Röhren leicht überragend. Stiel: Zylindrisch, im unteren Teil verdickt, 5-15 cm lang, 20-50 mm dick, an der Basis etwas zugespitzt und oft sogar wurzelnd, zitronen- bis goldgelb, teilweise mit einem feinen gelben bis bräunlichem Netz, Fleisch gelb an der Stielbasis und unterhalb der Stielrinde mit rötlichem Anflug, im Schnitt schwach blauend. Röhren: Leuchtend gelb bis zitronengelb. Fleisch: Weisslich oder hellgelb, über den Röhren intensiver, dickfleischig, fest. Geruch: Pilzartig angenehm. Geschmack: Schwach nach Nüssen oder frischem Fleisch, mild.
Anmerkung: Das Vorkommen dieses Pilzes ist recht selten und könnte mit anderen Steinpilzarten verwechselt werden.