Mittwoch, 21. Januar 2009

Ludwig Thoma

Ludwig Thoma
deutscher Schriftsteller
geboren am 21. Januar 1867 in Oberammergau,
starb am 26. August 1921 in Rottach
war ein deutscher Schriftsteller, der durch seine ebenso realistischen wie satirischen Schilderungen des bayerischen Alltags und der politischen Geschehnisse seiner Zeit
populär wurde.
Lausbubengeschichten oder Ein Münchner im Himmel sind nur zwei seiner
Volkstümlichen Werke, ausserdem schrieb er auch Gedichte:

Ludwig Thoma

Boarisch

De Gambsein, de schiaß' ma'r a so;
Mir gengan wohl außi zu'n Jag'n,
Mir gengan wohl aufi auf d' Schneid
Und brauch'n koan Jaga net z' frag'n,

Kimmt oana dazua,
Der gibt scho a Ruah,
Mir schiaß'n net schlecht,
Und da G'schwinder' hat recht.

De Deand'ln, de liab'n ma'r a so;
Mir kemman a's Fenschta'r auf d' Nacht.
Mir klopfan gar sachte wohl an,
Bis daß sie vo drinna aufmacht.

Und da Pfarra bei 'n Tog
Ko plärr'n, wia 'r a mog,
Bal's d' Leut amal seh'g'n,
Is d' Hauptsach' scho g'scheh'gn.

Ludwig Thoma

Mondnacht am Chiemsee

Gespensterhaft die Berge ragen.
Weit über sie mit bleichem Schein,
Von raschen Wolken tief umzogen,
Schaut silberhell der Mond herein.

Der See erglänzt von seinen Strahlen,
Die spielen glänzend drüber her,
Als tanzten Nixen ihren Reigen
Auf leichtbewegtem Wellenmeer.

Am Ufer durch die hohe Buche
Mit leisem Hauch der Nachtwind zieht,
Und in den Zweigen tönt ein Flüstern
Geheimnisvoll, fast wie ein Lied.

Ich bin allein. Und wonnetrunken
Ergeb ich mich der stillen Pracht
Und meine Brust durchbebt der Zauber
Der feierlichen Sommernacht.

Ludwig Thoma

Ludwig Thoma
Der Münchner im Himmel
Satiren und Humoresken
beim Projekt Gutenberg

Homepage - L.Thoma

Werke von Ludwig Thoma Projekt Gutenberg