Freitag, 16. Januar 2009

Ingwer - eine Knolle die es in sich hat ..

Ingwer – Ein echtes Allround-Talent und das nicht nur im Winter!

Die kleine Knolle hat es in sich! Sie fördert nicht nur die Durchblutung, sondern wirkt auch entkrampfend und antibakteriell.

Der Ingwer ist damit ein perfekter Helfer für unser Immunsystem.

Schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sollte man zur Wurzel greifen.
Einfach ein paar kleine Scheiben abschneiden, mit einem halben Liter Wasser ca. 30 – 45 Min. köcheln lassen, anschließend die Ingwerstücke herausnehmen und das warme Wasser trinken. Das fruchtig-scharfe Aroma der Wurzel eignet sich aber auch wunderbar zum Würzen anderer Speisen, wie zum Beispiel Fleisch- und Fischgerichte, Backwaren und Obstsalate.
Der Ingwer
ist eine Pflanzenart aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und gehört zu den Einkeimblättrigen.
Die medizinische-pharmazeutische Bezeichnung für die Droge lautet Rhizoma zingiberis. Verwendung findet in erster Linie die Ingwer-Wurzel,
genauer: der unterirdische Hauptspross, das sogenannte Ingwer-Rhizom, als Küchengewürz oder Arznei.

In der englischen Sprache weist der Begriff Ginger auf die Verwendung von Ingwer in verbreiteten Nahrungsmitteln hin, etwa im Getränk Ginger Ale oder in Gingerbread (Pfefferkuchen).

Der Geruch des Ingwers ist angenehm aromatisch, der Geschmack brennend scharf und würzig. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein ätherisches Öl, Harzsäuren und neutrales Harz sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz.
Ingwer enthält ätherisches Öl, Gingerole, Shogaol, Diarylheptanoide.
Außerdem enthalten die Wurzeln auch Vitamin C, Zink, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium.

Der Ingwer-Wurzelstock enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen, besteht.

Zubereitungen aus dem Ingwer-Wurzelstock werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende, sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der asiatischen Alternativmedizin traditionell auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet.
Ingwerblüte
Der Ingwer als Nahrungspflanze:
Als grünen Ingwer bezeichnet man die jung geernteten, milder schmeckenden Rhizome.
Die Rhizome werden - vor allem in Süd- und Ostasien, und dort schon seit langer Zeit - als Gewürz und Heilmittel (z. B. bei Husten) verwendet.

Vor der Einführung der Chilischoten aus Amerika zu Beginn der Neuzeit war Ingwer in Ostasien meist das einzige verfügbare scharfe Gewürz.
Zu Sushi wird beispielsweise oft süß-sauer eingelegter Ingwer (Gari) als Beilage serviert.

Ingwer hat eine antibakterielle Wirkung, wirkt antiemetisch (vor Erbrechen schützend), fördert die Durchblutung, steigert die Gallensaft-Produktion und gilt als Aphrodisiakum.
Je nach Produktionsmethode, Erntezeitpunkt und Zubereitungsart wird Ingwer ein mildes oder scharfes Gewürz.

Frisches Ingwer-Rhizom.
Der Ingwer als Gewürz:
Ingwer zählt zu den bekannteren Küchenkräutern und Gewürzen.
So zerreibt man beispielsweise ein daumennagelgroßes geschältes Stück des Ingwer-Rhizoms auf der Küchenreibe und gibt es (kurz nach dem Kochen oder Braten) in Suppen oder auch auf Hühnchenfleisch.

Es passt zu Geflügel und Lamm sowie zu Fisch und Meeresfrüchten.
Er dient pur oder in Mischungen (Curry, Chutneys, Marmeladen, Soßen) als Gewürz.
Auch Lebkuchen, Printen, Milchreis, Obstsalat, Tee und fruchtige Kaltschalen werden mit gemahlenem Ingwer verfeinert.

Der Ingwer Eingelegt:
Ingwer-Pflaumen, beziehungsweise Ingwer-Nüsse sind in Sirup eingelegte Stücke frischen Ingwers.
Als weitere süße Ingwerzubereitungen gibt es kandierten (auch mit Schokolade überzogenen) Ingwer und die vor allem in Großbritannien beliebte Ingwerkonfitüre.
Junge Ingwersprossen dienen in den Tropen gelegentlich
als sehr würziges Gemüse oder als Würzkraut.

Aus Japan stammt in Essig eingelegter Ingwer,
der als Gari zwischen unterschiedlichen Sushi-Gängen gegessen wird
und als solcher in Sushi-Restaurants auf der ganzen Welt verbreitet ist.

Der Ingwer als Getränk:
Ingwer wird häufig in der Getränke- (Ginger Ale, Ingwerbier) und Lebensmittelindustrie verwendet. Ginger Ale ist eine alkoholfreie Limonade mit Ingwergeschmack, die vor allem um die Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt war.
Ingwer ist unter anderem auch in dem Kräuterschnaps Ratzeputz enthalten.
In heißen Ländern ist Ingwer auch als Zusatz in Kaffee oder Tee beliebt, wegen seiner anregenden Wirkung auf die Schweißbildung.

Ingwer bei Heilpflanzen - Heilkräuter.de

Pharmakabotanik - Ingwer

Phydoc Info Heilpflanze -Ingwer


Mal wieder ein klassisches Schuhbeck-Rezept :
Karotten-Ingwer-Suppe

Zutaten
Für 4 Personen

250 g Karotten
1 große Zwiebel
1 Tomate
2 TL Puderzucker
800 ml Gemüsebrühe
1 roter Apfel
1 TL Ingwer gehackt (entspricht etwa einer großen Walnuss in ungeschält)
2 Scheiben Knoblauch
1/2-1 TL mildes Currypulver
200 g Sahne
4 EL kalte Butter
Gewürze:
je 1 TL Korianderkörner,
Pimentkörner und schwarze Pfefferkörner
sowie 1/2 TL Zimtsplitter

Zubereitung
Die Karotten und die Zwiebel schälen und würfeln.
Tomate waschen und ebenfalls würfeln, dabei den Strunk entfernen.

Die Hälfte des Puderzuckers in einem großen Topf karamellisieren
und das Gemüse dazu geben, unter Rühren etwas dünsten,
dann mit der Brühe ablöschen und 20 Minuten gerade so köcheln lassen (mit Deckel).

Den Ingwer schälen und fein hacken.

Den Apfel waschen, halbieren, Kerngehäuse und Stiel entfernen
und in Spalten schneiden.
2 der Spalten noch schälen und feiner würfeln, mit dem Ingwer,
Knoblauch und Curry (eher erstmal weniger) zu der Brühe geben.
Die Gewürze in eine Mühle geben oder mit dem Mörser zermahlen,
die Suppe damit aromatisieren.

Die Sahne und die Butter zur Suppe geben, alles pürieren.

Die andere Hälfte des Puderzuckers in einer Pfanne ebenfalls karamellisieren lassen,
die Apfelspalten darin Farbe nehmen lassen.

Die Suppe nochmals aufmixen und mit den Apfelspalten garniert servieren.

Quelle:
Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, Seite 96