Donnerstag, 22. Januar 2009

Gewürze

Im Winter darf es schärfer sein, aber nicht nur, auch bei anderen Wetterlagen sind sie Gesund.
Chili & Co.

Sie heizen uns ordentlich ein !
und verbessern so die Durchblutung unserer Schleimhäute, die nun Krankheitserreger leichter abwehren können.

Paprika, Pfeffer und Chili enthalten aber auch ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe.

Flavonoide und Carotinoide wirken antibakteriell und antioxidativ, das heißt sie schützen unsere Zellen vor schädlichen Radikalen.
Chili -wurde von Columbus im 16. Jahrhundert entdeckt, und weil er über Spanien nach Europa kam, nannte man Chilis in Europa „Spanischen Pfeffer".

Chili - Wirkstoffe:
Capasaicin, Vitamin C und P (kreislaufanregend).
Besonders ist die infektionshemmende Wirkung hervorzuheben; in den tropischen und subtropischen Ländern ist C. deshalb unverzichtbar - nicht nur der schärfenden Würze wegen, sondern zur Abtötung von Bakterien. Diese desinfizierende Eigenschaft wirkt auf europäische Mägen nicht immer; man spricht dann von "Montezumas Rache".

Wichtig also:
Chilli regt den Kreislauf an, wirkt entzündungshemmend und reduziert die Thrombose-Gefahr.
Nur eben richtig Dosieren muss man es! Und Vorsicht bei Samenkernchen des Chilli

In der Küche:
Fleisch-, Fisch-, Meeresfrüchte-Gerichte. Auf der Pizza.
Je länger eine Schote mitgekocht wird, desto schärfer würzt sie; nur kurz mitgegart bewirkt sie eine feine Schärfe.

ACHTUNG: alle Schleimhäute reagieren allergisch gegen einzelne Wirkstoffe der Chilis;
deshalb äußerste Vorsicht! Nicht mit den Früchten, den Händen oder Werkzeug die Augen oder den Mund berühren. Linderung verschaffen Joghurt, Eiscreme oder Zucker.

Bekanntestes Rezept
Chili con carne
Paprika
Der Paprikageschmack ist zum größten Teil auf ein ätherisches Öl zurückzuführen. Der Anteil an langkettigen Kohlenwasserstoffen, Fettsäuren und deren Methylestern beträgt weniger als ein Prozent. Für den Paprikageruch bedeutsam sind Alkylmethoxypyrazine, etwa das „erdig" riechende 3-Isobutyl-2-methoxypyrazin. Reife Paprika enthalten auch bis zu 6 % Zucker.

Paprika enthält relativ viel Vitamin C (0,1-0,4 Gewichtsprozent).
So gelang es erstmals dem ungarischen Chemiker Albert Szent-Györgyi, Vitamin C aus Paprika in genügender Menge zu isolieren.

Er erhielt dafür 1937 den Nobelpreis für Medizin. Paprikaschoten enthalten außerdem viele Flavonoide und Carotine.
100 g rohe Paprika enthalten 19 kcal, 1,1 g Protein, 3 g Kohlenhydrate und 0,29 g Fett. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind etwa: 290 mg Kalium, 20 mg Magnesium, 15 mg Calcium pro 100 g Paprika.
Verwendung als Gemüse
Nachdem durch Züchtung immer mildere Sorten verfügbar waren, setzte sich die Verwendung von Paprika als Gemüse mehr und mehr durch.

Wie auch beim scharfen Paprika ist die Verwendung des Gemüsepaprika sehr vielseitig.
So kann man Paprika roh in Salaten, gefüllt, sauer eingelegt, gedünstet oder gebraten verwenden.

Frische Paprika hält sich bei Zimmertemperatur etwa zwei bis drei Tage, im Kühlschrank (Gemüsefach) etwa eine Woche. Vor der Verwendung sollten Stiel, Plazenta, Samenscheidewände sowie Samen entfernt werden.
Grüne (unreife) Paprika sind etwas bitterer und kräftiger im Geschmack,
während reife Früchte süßer sind.

Bereits die amerikanischen Ureinwohner nutzten Paprika als Heilmittel, unter anderem gegen Zahnschmerzen oder Arthrose.

Teile dieser Techniken wurden nach der Entdeckung Amerikas auch von Europäern in die Volksmedizin übernommen.

Der heute bekannteste Einsatz von Paprika in der Medizin sind ABC-Pflaster, die bei rheumatischen Schmerzen eingesetzt werden.

Die 1928 entwickelte Wirkstoffkombination enthält neben einem Extrakt aus Cayennepfeffer Arnika- und Belladonna-Bestandteile. Auch gegen andere Beschwerden, wie Hexenschuss, Migräne, Gürtelrose, diabetische Neuropathie oder postherpetische und trigeminale Neuralgie, werden Capsaicin-haltige Produkte eingesetzt, weitere Möglichkeiten zur medizinischen Anwendung von Capsaicin werden regelmäßig bekannt.

Koreanische Wissenschaftler stellten zudem in einer Studie mit 100 Frauen fest, dass ein erhöhter Konsum an scharfen Paprika mit einer Verringerung des Körperfett-Anteils in Zusammenhang steht. Jedoch steht Capsaicin und damit scharfes Essen auch im Verdacht, Symptome wie Blasenirritation, Inkontinenz, Gastritis, Durchfall und Magenschmerzen hervorzurufen.

Bekannte Rezept - Gefüllte Paprika
schwarzer Pfeffer, ganze Körner
Pfeffer: Inhaltsstoffe
Ausschlaggebend für die Schärfe des Pfeffers sind die Alkaloide Piperin (5-8 %), Piperettin (0,4-0,8 %), Piperylin (0,2-0,3 %) und andere. In weißem Pfeffer ist etwa 2,5 Prozent ätherisches Öl und in grünem und schwarzem Pfeffer bis zu 4,8 Prozent davon enthalten, welches dem Pfeffer sein Aroma gibt. Im ätherischen Öl sind die Hauptbestandteile beta-Caryophyllen, 3-Caren und Limonen. Weitere wichtige Bestandteile im schwarzen Pfeffer sind etwa 50 Prozent Stärke, 5 bis 6 Prozent fettes Öl sowie die Flavonoide (und Glykoside von) Kaempferol, Rhamnetin und Quercetin.
Früher musste der Pfeffer von Indien nach Europa auf dem Landweg transportiert werden. Bereits in der Antike wurde Pfeffer mit Karawanen in den Mittelmeerraum transportiert.

Pfeffer war ein kostbares Gut und wurde zeitweilig mit Gold aufgewogen.
Im Mittelalter hatten die Türken und Araber, später Venedig, das Monopol auf den Gewürzhandel mit Indien und wachten eifersüchtig darüber.

Die kostbaren Gewürze waren ein Grund, warum Christoph Kolumbus und andere einen anderen Seeweg nach Indien suchten.

1498 gelang es Vasco da Gama, eine Ladung Pfeffer aus Indien nach Europa zu bringen.
Pfeffer war ein Luxusartikel, erhielt aber seine Bedeutung vor allem dadurch, dass mit seiner Hilfe Lebensmittel lange haltbar gemacht werden können. Darüber hinaus galt er auch als Heilmittel. Auf Schiffen wurde Fleisch mit Pfeffer
(durch dessen antimikrobielle Inhaltsstoffe) wieder genießbar gemacht.
Suppe zur Erkältungsbekämpfung, bekannt dafür ist uns ja die gute Hühnersuppe, aber
besonders scharffeurige Suppen sind gute Schleimlöser.
Die Dämpfe sorgen außerdem dafür, dass sich Erkältungserreger in den Atemwegen nicht so schnell vermehren können.

Also mal wieder ein scharfes Süpple essen. . .

Feurige Chili-Suppe (für 4 Personen)

1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 grüne Paprikaschote
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
1 Chilischote
etwas Sonnenblumenöl
300g gemischtes Hackfleisch
1 Dose Tomaten (850ml)
etwas Gemüsebrühe ca. 300ml
1 kl. Dose Bohnen und
1 kl.Dose Mais
1 TL Salz
½ TL Schwarzer Pfeffer
1 TL Chilipulver

Karotte und Paprika und Chili putzen
und in Würfel schneiden, in Sonnenblumenöl andünsten.
Die Zwiebel fein würfeln, ebenfalls im Öl andünsten.
Hackfleisch dazugeben und 5Min.krümelig anbraten.
In der Zwischenzeit die Tomaten in Würfel schneiden (Saft aufheben) .
Tomaten und den Saft der Tomaten sowie 300ml Gemüsebrühe dazu geben und garen.
Rote Bohnen, Chilibohnen und
Mais abtropfen lassen, hinzufügen.
Salz, Pfeffer und Chili hinzufügen und weitere löchelnlassen.
Danach abschmecken und ruhig nochmals feurig nachwürzen, eben je nach Geschmack.
Feurig-Lecker!!! scharfes Süppchen.

Oder man gönnt sich einfach mal so was:
Süss mit der besonderen Note!