Montag, 26. Januar 2009

Eine Lanze für die Elster. . .

heute war es mal wieder so weit.
Unser und das Nachbargärtchen hatte wieder Besuch. Wieder waren es Elstern, vier der Zahl habe ich gezählt und aufmerksam bin ich durch's gezetere geworden.
Vermutlich kleiner Familienstreit bei Elsters.
Elster im Anflug
Sind doch wunderschöne Tiere wie die nachfolgenden Bilder Zeigen.
Diebische Elster, woher stammt dieser Ausdruck?

Man assoziierte sie mit Unheil, Leid und Not.
Im europäischen Mittelalter und zur Zeit der Hexenverfolgung galt sie – wie Krähen,
Raben und schwarze Katzen auch – als Hexentier oder gar als Hexe selbst.
Sie war zeitweise auch als Seelenräuberin bekannt.
Zudem wurde sie als „Galgenvogel" mit dem Tod in persona assoziiert.
Seit dieser Zeit trägt sie in Europa auch den Ruf, „diebisch" zu sein.
Jungvogel sieht der nicht aus wie ein Pechvogel?

Ihren Beinamen „diebisch" tragen die Vögel zu Unrecht.
Dennoch hält sich hartnäckig die Vorstellung, Elstern trügen gerne glänzende Gegenstände in ihre Nester ein.

Gioachino Rossini hat 1817 sogar eine Oper „La gazza ladra" („Die diebische Elster") zur Aufführung gebracht.

Tatsächlich sammelt die Elster Sachen, um sie zu untersuchen, und – falls möglich – wegzutragen. Besonders interessant sind für sie rundliche, silbrig glänzende Gegenstände,
die sie einzeln unter ein wenig Laub oder Gras versteckt.

Man nimmt an, dass die Handlungsweise des Futtersammelns und -hortens aus Neugier und Spieltrieb durch dieses Verhalten erhalten oder trainiert wird. Ein gewisses Interesse an blinkenden Objekten teilen Elstern mit vielen Vogelarten.

Den Ruf, diese auch zu stehlen, verdanken sie vermutlich dem Umstand, dass sie manchmal beim Verstecken von Nahrungsvorräten beobachten können oder der Tatsache, dass sie Nesträuber sind, sagt Wikipedia hierzu.

Vermutlich hat - außer der Rabenkrähe - kein Vogel in Deutschland einen so schlechten Ruf.
Sie gilt als Nestplünderer und Vogelmörder. Auch soll sie geschwätzig sein.
Elster Ei

Gleichzeitig sagt man ihr aber auch nach, klug zu sein.
Ob zu recht oder nicht - die Elster ist ein schöner und interessanter Vogel mit relativ differenziertem Verhalten und einem mehr oder weniger komplizierten sozialen System. Brutvögel bilden lebenslang haltende Paare und besetzen ein Revier.

Auf der Webseite vom 3Sat steht ein interessanter Artikel über
die schlaue und diebische Elster.

Q&T- Wiki / ijon.de