Samstag, 27. Dezember 2008

Das Alpine Steinschaf . .

Das Alpine Steinschaf ist „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2009"
Das Alpine Steinschaf ist eine der ältesten Schafsrassen überhaupt und damit die historische Ausgangsrasse der Bergschafzucht im Ostalpenraum. Genetische Untersuchungen zeigen, dass es auf des neusteinzeitliche Torfschaf zurückgeht. Neben dem Alpinen Steinschafe gibt es mit dem Montafoner, dem Krainer und dem Tiroler Steinschaf drei weitere eigenständige Rassen.
Die «Urschafe aus dem Gebirge» seien akut vom Aussterben bedroht, teilte die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) am Mittwoch in Witzenhausen bei Kassel mit. «Eine bunte Gruppe Alpiner Steinschafe sind ein Anblick, der im ganzen Ostalpenraum noch im letzten Jahrhundert gang und gäbe war. Heute gehören die Alpinen Steinschafe zu einer der am stärksten vom Aussterben bedrohten deutschen Schafrassen.»

Alpines Steinschaf.de

Das alpine Steinschaf ist ein kleines bis mittelgroßes, feingliedriges und mischwolliges Gebirgsschaf in verschiedenen Wollfarben mit unbewolltem Kopf und leicht abstehenden bis hängenden Ohren. Die Böcke sind meist gehörnt.
Herkunft: Das Steinschaf ist eines der ältesten noch vorhandenen bayerischen Schafrassen. Es stammt direkt von der Urschafrasse Zaupelschaf ab.

Eigenschaften: Widerstandsfähig und wetterhart, genügsam und langlebig. Es passt sich den unterschiedlichsten Umweltverhältnissen an und nutzt für Rinder unzugängliche Hochlagen.
Besonderheiten: Für karge Böden und Hochgebirge geeignet. Das zarte Fleisch weist bei artgerechter Haltung kaum Fettansatz auf. Die raue verschiedenfarbige Wolle eignet sich gut für naturfarbene Teppiche.

Verbreitung: Ursprünglich im Alpen- und Voralpenraum sowie im Bayerischen Wald, aber auch in Slowenien und dem Montafon können noch kleine Bestände gefunden werden.

Bestand in Bayern: ca. 150 Tiere

Gefährdungsgrad I: Extrem gefährdet
Zackelschaf - Montafon