Mittwoch, 20. April 2016

SUPERFOOD : Mandeln - Mandelmilch

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Mandelbaum


Mandelblüte am Mittelrhein Bild : Wikipedia M. Heyde CCBY-SA3.0



Mandeln - Bild Wikipedia

Mandeln sind wahre Nähr- und Vitalstoffpakete: 
Mit ihrer äußerst günstigen Zusammenstellung aus wertvollen ungesättigten Fettsäuren, Spurenelementen und Mineralstoffen zählen sie zu einem der gesündesten Nahrungsmittel überhaupt. 

Neben Magnesium, Calcium und Kupfer enthalten die Früchte des Mandelbaumes beträchtliche Mengen der Vitamine B1 und B2 sowie des Antioxidans Vitamin E, welches unsere Haut vor freien Radikalen schützt. 

Darüber hinaus bestehen Mandeln zu etwa einem Fünftel aus wertvollem Eiweiß, das lange satt macht und auf diese Weise sowohl bei der Gewichtsabnahme wie auch beim Halten des Gewichts hilft.  


Mandelmilch - Bild Wikipedia

Mandelmilch
Schon im Mittelalter war die Mandelmilch (mit latinisierten Namen amygdalate) bekannt. 
Sie breitete sich von der Iberischen Halbinsel in Europa bis nach Ostasien aus. Sowohl in der islamischen wie auch in der christlichen Welt war sie aufgrund ihrer rein pflanzlichen Zusammensetzung (hauptsächlich aus Mandeln, verschiedenen Früchten und Samen) beliebt und wurde zur Fastenspeise. 

In mittelalterlichen Rezepten ist Mandelmilch eine häufig verwendete Zutat, auch wenn ihre Herstellung meist nicht genau beschrieben wird. Man kann allerdings davon ausgehen, dass sie eine allgemein bekannte Zutat war, die daher keiner Erläuterung bedurfte.

Mandelmilch wird aus gemahlenen Mandeln und Wasser hergestellt. Mit ihrer milchähnlichen Konsistenz stellt das Superfood eine vegane Alternative zur Kuhmilch dar – frei von Laktose, Soja und Gluten. 

Genau wie Mandeln liefert Mandelmilch viel Kalzium, Magnesium, Kalium, Vitamin E und verschiedene B-Vitamine.
Dazu kommt eine große Menge an Folsäure, die Mandelmilch für Schwangere sehr wertvoll macht. 

Zusätzlich enthält sie Flavonoide und essentielle Fettsäuren, die das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Auch den Cholesterinspiegel kann Mandelmilch senken.

Mandelmilch schmeckt pur, mit Kakao, in Shakes oder im Kaffee. 
Je naturbelassener die Mandelmilch ist desto gesünder ist sie. 
Wer sein Superfood lieber knabbern als trinken möchte, kann natürlich auch zu ungeschälten Mandeln greifen, die zudem auch mehr Ballaststoffe enthalten. 


Mandel aufgebrochen - Wikipedia

Mandelmilch : Herstellung
Zur Herstellung von Mandelmilch übergießt man frisch gemahlene und dann angeröstete Mandeln mit warmem bis heißem Wasser und lässt sie mehrere Stunden ziehen. Die abgefilterte Mandelmilch kann je nach Geschmack gesüßt oder mit Gewürzen (z. B. Vanille, Zimt, Orangenblütenwasser) verfeinert werden.

Mandelmilch ist ein typisches Getränk auf Sizilien, wo sie als latte di mandorla erhältlich ist, wie auch in Kalabrien, Apulien und in der spanischen Küche. In der mallorquinischen Küche wird Mandelmilch zu Mandelsorbet verarbeitet, das traditionell zu Mandelkuchen gereicht wird.


Selbstgemachte Mandelmilch

Zutaten:
200 g Mandeln
1 Liter Wasser
optional:
1 Dattel oder
1 Prise Zimt oder
1 Prise gemahlene Vanille oder
1 Prise Kardamom oder
1 TL Agavendicksaft


Zubereitung:
Die Mandeln in einer Schüssel über Nacht in Wasser einweichen.
Am nächsten Tag das Wasser abschütten und die Mandeln mit einem Liter Wasser in einen Mixer geben. Wer mag, kann zum Süßen noch eine Dattel oder Agavendicksaft hinzugeben oder Kardamom, Zimt etc. für den Geschmack.
Je nach Gerät ca. 1 Minute mixen, bis die Mandeln sehr fein sind.
Dann das Wäschenetz über ein Gefäß (z.B. einen Messbecher) stülpen und die Mandelmilch hinein geben.

Den Beutel vorsichtig herausnehmen und mit den Händen ein wenig auswringen und fertig ist die Mandelmilch.

Mandelmilch aus Mandelmus

Vorbereitungszeit: Keine
1/2 Minute  mixen
Menge: Ergibt ca. 500 ml Mandelmilch
Man nehme: 
2 EL Mandelmus
500 ml Wassser
1 Prise Salz wer mag, oder wie oben beschrieben.

Wer es cremiger haben möchte, einfach einen Esslöffel Mandelmus mehr nehmen.

Mandelmus

Mandelmilch

Mandeln, nur 60 g täglich schützen unsere Gesundheit.



Mandel Illustration


Mandel in der Schale

Wikipedia (Bilder)



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Dienstag, 19. April 2016

Detlev von Liliencron - April

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Lovis Corinth - Ostern am Walchensee


April.

Wie der Südwind pfeift,
In den Dornbusch greift,
Der vor unserm Fenster sprießt.
Wie der Regen stürzt

Und den Garten würzt
Und den ersten Frühling gießt!

Plötzlich säumt der Wind,
Und der Regen rinnt
Spärlich aus dem Wolkensieb.

Und die Mühle dreht
Langsam sich und steht,
Die noch eben mächtig trieb.

Schießt ein Sonnenblick
Über Feld und Knick,

Wie der Blitz vom Goldhelm huscht
Und auf Baum und Gras
Schnell im Tropfennaß
Tausend Silbertüpfel tuscht.

Wieder dann der Süd,

Immer noch nicht müd,
Zornt die Welt gewaltig an.
Und der Regen rauscht,
Und der Garten lauscht
Demütig dem wilden Mann.

Meiner Schulter dicht
Lehnt dein hold Gesicht,
Schaut ins Wetter still hinein.
Kennst das alte Wort,
Ewig währt es fort:

Regen tauscht und Sonnenschein.

Detlev von Liliencron




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Montag, 18. April 2016

Elisabeth Dauthendey

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Elisabeth Dauthendey

Elisabeth Dauthendey wurde am 19. Januar 1854 in Sankt Petersburg geboren und
starb am 18. April 1943 in Würzburg.
Sie war eine deutsche Schriftstellerin.
Erfolgreich war sie vor allem mit ihren Märchen und Novellen, die eine mythische bis mystische Phantasiewelt entwarfen. Weniger bekannt waren ihre Romane und ihr Essay Vom neuen Weibe und seiner Liebe (1900), die sich mit der Frauenfrage und dem Problem der Ehe auseinandersetzten.
Elisabeth,
die jüngste von vier Halbschwestern des Schriftstellers Max Dauthendeywird als Tochter des Photographen Karl Dauthendey am Zarenhof Nikolaus’ I. in Sankt Petersburg geboren. 

1864 entschließt sich ihr Vater seinen Wohnsitz nachWürzburg zu verlegen. Nur mit Mühe gelingt es Elisabeth Dauthendey, Zeit und Geld für ihre Ausbildung als Hauslehrerin und zum Erlernen von Fremdsprachen zu bekommen, obwohl ihr Vater vermögend ist. Die meiste Zeit verbringt sie in England als Erzieherin in der Familie des Lordmayors von London, scheidet aber aus Gesundheitsgründen aus und kehrt wieder in ihre unterfränkische Heimat zurück.

Dort nimmt sie sich schon bald der Erziehung ihres Halbbruders an, dem sie Manieren beibringt und die verschiedenen Baustile der Stadt auf ihren gemeinsamen Spaziergängen erklärt. 

In der Zeit des späteren gemeinsamen Aufenthaltes in Würzburg 1906-1913 besteht die geschwisterliche Beziehung dann hauptsächlich aus gelegentlichen Besuchen und einem regen Briefverkehr um ausbleibende Schulden von Seiten Maxens.

Der Drang nach eigener schriftstellerischer Arbeit stellt sich erst im mittleren Alter bei Elisabeth Dauthendey ein. 

Von Nietzsche beeinflusst, widmet sie sich in ihren Romanen, Essays und Novellen sowohl ethisch-psychologischen Themen als auch den Aspekten des veränderten gesellschaftlichen Frauenbilds. Ihre erste Veröffentlichung erfolgt 1898 mit dem autobiographischen Roman Im Lebensdrange, zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters.

Um dieselbe Zeit gründen Würzburger Lehrerinnen sowie Frauen des gehobenen Bürgertums und Adels einen Frauenbildungsverein, den Dauthendey von Anfang an unterstützt. 

So setzt sie sich für den gemeinsamen Besuch einer öffentlichen Vorlesung über Immanuel Kant ein. In ihrem um 1900 erschienenen EssaybandVom neuen Weibe und seiner Liebe sieht sie die Notwendigkeit, ein neues Verständnis von Ehe zu entwickeln und Männer und Frauen denselben moralischen Maßstäben gleichzuordnen.


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Freitag, 15. April 2016

Gedichte & Kunst

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Aquarell von Hermann Hesse


Vorfrühling

Der Föhn schreit jede Nacht,
Sein feuchter Flügel flattert schwer.
Brachvögel taumeln durch die Luft.
Nun schläft nichts mehr,
Nun ist das ganze Land erwacht,
Der Frühling ruft.
Bleib still, bleib still, mein Herz!
Ob auch im Blute eng und schwer
Die Leidenschaft sich rührt
Und dich die alten Wege führt -
Nicht jugendwärts
Gehn deine Wege mehr.

Hermann Hesse



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Frühling

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Spyros Papaloukas
Griechenland.


Frühling

In dämmrigen Grüften
träumte ich lang
von deinen Bäumen und blauen Lüften,
Von deinem Duft und Vogelsang.Nun liegst du erschlossen
In Gleiß und Zier
von Licht übergossen
wie ein Wunder vor mir.Du kennst mich wieder,
du lockst mich zart,
es zittert durch all meine Glieder

deine selige Gegenwart!

Hermann Hesse




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